Mittelamerika

"Auf den Spuren der Mayas quer durch Mittelamerika bis zum Panama-Kanal"

Einen weißen Flecken auf meiner persönlichen Weltkugel betrat ich diesmal. Mein Weg führte mich nach Zentralamerika. Nach einem durchaus anstrengenden, 14-stündigen Flug von München via Madrid bekam ich am Abend wieder festen Boden unter meine Füße.

Ich war in Guatemala-City, in der Hauptstadt des gleichnamigen Landes. Schon am nächsten Morgen um 08.00 Uhr ging es auf Rundfahrt. Eine vollkommen neue Welt erschloss sich für mich. Die Nachfahren der Mayas sind so ganz anders, als die Menschen, die ich bei meinen bisherigen Reisen erleben durfte. Es sind eher kleine, aber sehr schöne Menschen; nett, neugierig und keineswegs aufdringlich. Auch hier gewinnt man die Herzen der Menschen am schnellsten über die Kinder.

Tikal, die Maya-Hochburg, ist ein absolutes Muss eines jeden Interessierten der Welt der mesoamerikanischen Geschichte. Es lässt sich nur erahnen, welch' großartige Baumeister hier einst die Region regierten. Aber auch auf honduranischer Seite sind in Quiriguá und vor allem in Copán außerordentliche Maya-Anlagen zu bestaunen.

In Nicaragua sind vor allem aztekische Einflüsse bei den Menschen erkennbar. Sehr oft hat man in diesem Land mit seinen vielen tätigen Vulkanen, die Möglichkeit einen Ausbruch in gesicherter Entfernung erleben zu können.

Costa Rica bezaubert durch seine Fauna und Flora. Der Regenwald besticht mit seinen farbenfrohen Vögeln, wie Aras, Tukane und seinen bunten Schmetterlingen. Behände durch das Geäst springende Totenkopf-Äffchen, träge Dreifingerfaultiere oder laut tönende Brüllaffen bewohnen die oberen Baumetagen, während in den unteren Regionen des Regenwaldes eher der Nasenbär, das Gürteltier oder eine zischende Viper anzutreffen sind.

Panama ist durch seinen einzigartigen Kanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, berühmt. Gigantische Frachter werden durch die verschiedenen Staustufen geschleust, um den Warenverkehr zu beschleunigen. Es war ein Erlebnis zu sehen, wie diese großen Schiffe sicher durch die Staustufen manövrieren und sicher auf der jeweils anderen Seite Panamas in den Pazifik oder in den Atlantik steuern.

Es war eine wunderbare Reise in eine andere Welt und unsere sehr charmanten und versierten Reiseleiterinnen Olga Slowing und Carla de Abate ist ein mehr als großes Lob zu zollen.

 

Dezember 2015, J. R.